Wie bereits geteasert, möchte ich das Kapitel Design für mich abschließen. Nicht für immer und ewig! Auf gar keinen Fall! Aber aus einer beruflichen und finanziellen Perspektive möchte ich das Design und die Illustration hinter mir lassen.
Da kommt zwar noch eine Bachelorarbeit um die Ecke, aber die lasse ich einfach mal außen vor. Ein Struggle wird das ganz bestimmt, aber es wird nicht um mich selber gehen. Ich werde ausnahmsweise einmal Abstand von meiner eigenen Person nehmen und ein Thema aus einer Perspektive von außen untersuchen.
Bei Mappenprüfungen und den Projekten hat meine persönliche Wahrnehmung jedes Mal eine übergeordnete Rolle gespielt. Ganz deutlich, und für mich prägend war die erste Mappenprüfung an der ecosign. Hierbei hat die starke Diskrepanz zwischen wiederholtem Scheitern und überraschendem Erfolg zu einiger Grübelei geführt. Ich wusste nicht weiter… Denn ich habe gespürt wie sehr Ängste, die ich damals noch gar nicht richtig kennen gelernt hatte, mich beeinflusst haben und zu beiner Menge Zweifel geführt haben. Und gleichzeitig waren da immer wieder Erlebnisse mit einem “WOW”-Effekt aus dem nichts und ich habe Dinge gestaltet und umgesetzt, die ich vorher nicht für vorstellbar gehalten habe. Die Freude ist immer wieder verschwunden, doch ich konnte mich immer darauf verlassen, dass sie wieder zurückkehrt. Um das zu symbolisieren möchte ich ein weiteres Mal das Bild (oder Foto) zeigen mit dem ich damals die Mappenprüfung l beendet hatte.
Ein Foto eines leeren Blattes meines Skizzenbuches, welches kurz vor “voll” war und gefüllt mit einer Menge kleinen Zeichnungen, die in den Semestern vor der Mappenprüfung entstanden sind. Damals stand das leere Blatt für eine ungewisse, aber vor allem ungeschriebene Zukunft, weil ich selber einfach nocht nicht so wusste wohin mit mir.
Weiß ich das jetzt besser? 4 Jahre später? Naja, so ein bisschen. Ich habe das Skizzenbuch und weitere ausgefüllt. Mit Skizzen. Doch das ist vorerst einmal vorbei. Und wenn ein Skizzenbuch voll und vorbei ist, dann startet man ins nächste. So habe ich das auch vor. Aber anders, als ich es mir mal vorgestellt hatte. Das Skizzenbuch ist voll und ich möchte es hinter mir lassen. Deshalb gebe ich es ab. Nicht als Mappenkörper, sondern als Visitenkarte (des anderen Formats). Ein kleiner Teil von mir, der ungewiss war, doch jetzt zumindest mit einer guten Menge gefüllt wurde.
Tschüss Kapitel Gestaltung und Willkommen here we go again!
Wie war das jetzt nochmal mit dem abschluss?
Das schöne an einem Skizzenbuch ist die Tatsache, dass wenn es beendet wird, ein neues Skizzenbuch herhalten muss und geöffnet wird. Doch das werde ich wahrscheinlich nicht als Person machen, die sich erhofft ihr Hobby beruflich zu verwirklichen, sondern als jemand, der in einem absurden Prozess gesteckt hat und diesen nun so langsam für sich abschließt und bereit ist, neue und ganz andere Wege zu erkunden. Um geschehenes hinter mich zu lassen, lasse ich auch vorerst das Skizzenbuch zurück mit dem alles so richtig angefangen hatte.