Ein tauchgang zur Oberfläch(lich)e(keit)

“Ein Tauchgang zur Oberfläch(lich)e(keit)” stellt eine komplett überarbeitete Version des Projektes “Aqua” bei Thorwald Spangenberg. Ursprünglich ein Gruppenprojekt in dem das Magazin “Aqua” entstanden ist.

Da ich selten mit einem Projekt so unzufrieden war, wie mit meinem Beitrag zu “Aqua”, wurde das Projekt schlichtweg ganz neu aufgerollt. Aus einem Magazin wurde ein kleines Digitales Booklet oder Zine. Die gestalteten Doppelseiten aus “Aqua” finden sich ebenfalls wieder. Nur schreibe ich diesmal keinen Brief, aus der Perspektive eines verbitterten Haifisches an die Menschheit (Ja, das habe ich wirklich gemacht…), sondern es gibt einen Rückblick, einen Tauchgang, in die Vergangenheit, oder genauer, in die vergangenen Semester. Denn da ist immer mal wieder einiges schief gelaufen.

Und wenn es etwas schief läuft, dann sucht man nach Gründen. Das sind nicht immer gute Gründe, sondern können auch echt beschissene sein, aber vor allem hat die Suche immer sehr sehr tief in den eigenen Gedanken stattgefunden. Das hilft zwar zu reflektieren, führt aber auch zu einer relativ einseitigen, vor allem sehr verkopften Perspektive. Aber es geht auch ganz anders.

“Ein Tauchgang zur Oberfläch(lich)e(keit)” beleuchtet eine Perspektive auf das Scheitern auf ganz einfachen Wege. Wenn du nicht zu einem Kurs erscheinst, dann erscheinst du nicht mehr. PUNKT. Das hat vielleicht sehr relevante Hintergründe, aber wie gesagt, darum habe ich mir schon eine Menge Gedanken gemacht. Zur simplen Akzeptanz und zu einem Abschluss hat das Grübeln nie geführt.

Jede Doppelseite im Booklet betrachtet einen gescheiterten Kurs. Zum einen ist es eine erneute Auseinandersetzung mit eben jenem Scheitern und gleichzeitig der Versuch den Teil der damals Freude bereitet hat nocheinmal auferleben zu lassen. Und somit mit dem Abzuschließen, was damals nicht möglich war, da immer wieder erneut die Reißleine gezogen wurde. Es verbindet das Leiden von früher, mit neu gewonnener Freude und Interesse unterschiedliche Dinge einfach auszuprobieren. Etwas was ich lange Zeit nie geschafft habe.

Ich möchte nicht weiter in den Mauern der überwiegenden Angst verschimmeln, sondern die Wege einschlagen wo das Gestalterherz ein klein wenig in den Bouncemodus überspringt.